Tage der offenen Ateliers – Transition

Sat, 17. 10. 2020
Sun, 18. 10. 2020
14:00
18:00

Meet and Greet am Symposion Lindabrunn

Das Symposion Lindabrunn lädt dazu ein neue und alte Kunstwerke zu entdecken und gemeinsamen über Raum, Digitalität und Kunst nachzudenken. Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien beschäftigen sich damit die in den letzten 60 Jahren entstandenen und vor Ort ausgestellten Kunstwerke analog und digital erfahrbar zu machen.

Wie sich diese mit den vielfältigen Nutzungen des Symposions überlagern wird in Zukunft mit einer interaktiven Karte und Handy-App zu erleben sein.

 

Zu sehen sind zudem zwei aktuelle Klangkunstwerke. Sie spielen mit den verschiedenen Facetten des Ortes. Christine Schörkhuber hat für die Arbeit „Annäherungen – eine Intervention in der Wiese“ (ortsspezifische Installation, oral history, 2020) Menschen interviewt, die mit Kunst und Natur auf dem Gelände des Symposiums eng verbunden sind. Ihre Stimmen können und sollen entdeckt werden. Klaus Filip spielt mit dem Idyll der lokalen Naturlandschaft. Er übersteigert in der Klanginstallation „Woodpecker Conference“ (ortsspezifische Installation, 2020) die Nahrungssuche von Spechten zu künstlerischen Partituren.

 

Die Kunstintervention Mare Nostrum des Künstlerkollektivs umraum, bestehend aus Johanna Haigl, Kurt Weckel, Günter Miklenic – setzt sich zusammen aus drei Installationen:

Keep Distance Ein knallgelbes Paddelboot im Sandbett auf Grund gelaufen und umgekippt. Ist die Flucht gelungen? Wurde jemand gerettet?

Broken Dreams Träume und Hoffnungen führen Menschen weg von zu Haus. Sie brechen auf um neue Leben zu beginnen. Ein zerschnittenes Boot symbolisiert die Zerbrechlichkeit dieser Hoffnungen und die Schwierigkeiten auf den Wegen zum Erreichen der Träume. Sind sie genau so zerbrochen wie das Boot?

Gestrandet An einer unwirtlichen Böschung liegt ein verlassenes Boot. Haben es Menschen hierher gelenkt, sind sie gestrandet oder hat es ein Sturm dorthin versetzt? Das Boot ist leer. Kein Zeichen von Leben, nichts ist zurückgeblieben. Die Hoffnung auf Rettung lebt.

 

Augmented Reality APP
patryk senwicki & ferdinand doblhammer

Sowohl zufällige SpaziergängerInnen als auch KennerInnen des Platzes wird es durch diese niederschwellig-digital zugänglichen Informationen möglich, den Ort neu und ungewohnt zu entdecken. Es ist keine lineare, didaktische Vermittlung, sondern ein Angebot für eine individuelle Erfahrung, die der eigenen Bewegung der BesucherInnen beim aktiven Gehen durchs Gelände folgt und es ihnen überlässt, Geschichten und Zusammenhänge entstehen zu lassen.
Als Reflexion des hybriden Raumes zwischen Digitalität und Materialität schafft dieses Projekt daher Brücken zwischen begehbarer Kulturlandschaft, regionalem Kontext, kunsthistorischer Referenz und digitaler Wissensproduktion. Das Mapping der Orte ist dabei sowohl eine forschende als auch eine gestalterisch-künstlerische Tätigkeit, durch die neue Formen einer visuellen und taktilen Erfahrung des Kulturaumes entstehen.


Annäherungen - eine Intervention in der Wiese
Christine Schörkhuber
ortsspezifische Installation, oral history, 2020
Diese interviewbasierte Arbeit setzt sich mit Erzählungen von Menschen auseinander, die einen leidenschaftlichen Bezug zum Gelände des Symposion Lindabrunn haben. Ihre Positionen werden zum Ausgangspunkt einer Installation im Freien, die sich diesem vielschichtigen Ort mit seinen unterschiedlichen Perspektiven und Bedeutungsebenen subtil und persönlich annähert. An ausgewählten Orten lädt eine Liege zum verweilen - Es geht ums zuhören, hinschauen und auf sich Wirken lassen.

Woodpecker Conference
klaus filip
17 spechte werden eingeladen im schwarzföhren-wäldchen, gleich hinter dem symposion gebäude in lindabrunn nach maden und würmern zu suchen. Jeder specht erhält einen eigenen baum und eine partitur nach der zu klopfen ist. Die einzelnen spechte interpretieren ihre partitur allerdings individuell, folgen dabei ihrer eigenen vorstellung von zeit und lassen sich nicht dadurch stören, daß wir zuhören.

Mare Nostrum
umraum Künstlerkollektiv, Johanna Haigl, Kurt Weckel, Günter Miklenic
Mare Nostrum war eine Bezeichnung der Römer für das Mittelmeer. Im Herbst 2013 wurde von der italjenischen Marine die Rettungsmission Mare Nostrum ins Leben gerufen. Das umraum Kunstprojekt Mare Nostrum setzt sich zusammen aus drei Installationen:  
Keep Distance Ein knallgelbes Paddelboot im Sandbett auf Grund gelaufen und umgekippt. Ist die Flucht gelungen? Wurde jemand gerettet?
Broken Dreams Träume und Hoffnungen führen Menschen weg von zu Haus. Sie brechen auf um neue Leben zu beginnen. Ein zerschnittenes Boot symbolisiert die Zerbrechlichkeit dieser Hoffnungen und die Schwierigkeiten auf den Wegen zum Erreichen der Träume. Sind sie genau so zerbrochen wie das Boot?
Gestrandet An einer unwirtlichen Böschung liegt ein verlassenes Boot. Haben es Menschen hierher gelenkt, sind sie gestrandet oder hat es ein Sturm dorthin versetzt? Das Boot ist leer. Kein Zeichen von Leben, nichts ist zurückgeblieben. Die Hoffnung auf Rettung lebt.
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